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So topfen Sie Ihre Zimmerpflanzen um: Schritt für Schritt
Pflanzen umzutopfen ist ein bisschen wie frische Bettwäsche zu beziehen: Man macht es nicht jeden Tag, aber es ist ein wunderbares Gefühl, wenn es geschafft ist. Es gibt den Zimmerpflanzen neue Energie, frische Erde und mehr Platz zum Wachsen.
Aber woher weiß man, wann es Zeit ist? Welche Erde ist am besten geeignet? Und kann man in einen zu großen Topf umtopfen?
Wir erklären Ihnen alles, was Sie über das Umtopfen von Zimmerpflanzen wissen müssen.
Warum sollten Pflanzen umgepflanzt werden?
Das Umtopfen einer Pflanze ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern ein wichtiger Bestandteil des Wohlbefindens der Pflanze:
Wurzeln brauchen Platz. Mit dem Wachstum der Pflanzen vergrößert sich auch das Wurzelsystem und benötigt mehr Raum, um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen.

Neue Erde, neue Nährstoffe. Zimmerpflanzen wachsen zwar in nährstoffreicher Blumenerde, doch mit der Zeit werden die Nährstoffe verbraucht. Neue Erde macht da einen großen Unterschied.
Wenn Ihre Monstera also etwas mitgenommen aussieht oder Ihre Orchidee aufhört zu blühen, ist es vielleicht Zeit zum Umtopfen.
Wie man eine Pflanze umtopft – Schritt für Schritt
1. Vorbereitung. Legen Sie Zeitungspapier aus oder stellen Sie sich neben die Spüle. Es wird etwas schmutzig werden.
2. Wählen Sie einen Topf. Ein großer Plastiktopf oder ein Blumentopf mit Abflusslöchern ist empfehlenswert. Vermeiden Sie Töpfe ohne Löcher.
3. Füllen Sie unten Erde ein. Etwa 2–3 cm Pflanzerde genügen.
4. Entfernen Sie die Pflanze. Halten Sie die Basis fest und wackeln Sie vorsichtig, bis sie sich löst.
5. Lockern Sie die Wurzeln. Schütteln Sie etwas Erde ab und zerkleinern Sie eventuelle Klumpen mit den Fingern.
6. Einpflanzen. Setzen Sie die Pflanze in den neuen Topf. Füllen Sie die Erde um die Pflanze herum auf.
7. Gründlich wässern. Einmal, direkt nach dem Umpflanzen. Danach ruhen lassen.
Woran erkennt man, dass es Zeit zum Umpflanzen ist?
Anzeichen dafür, dass es so weit ist:
Die Wurzeln ragen aus dem Boden oder dem oberen Rand des Topfes heraus.
Der Boden trocknet nach dem Gießen schnell wieder aus.
Die Pflanze ist trotz ausreichend Licht und Wasser im Ruhezustand geblieben.
Der Boden fühlt sich verdichtet an oder riecht muffig.
Ein einfacher Test: Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf. Bilden die Wurzeln im Topfinneren ein enges Knäuel? Dann ist es Zeit für einen größeren Topf für drinnen – aber nicht zu groß. Dazu gleich mehr.

Spielt es eine Rolle, in welchem Monat man Zimmerpflanzen umtopft?
Die beste Zeit zum Umtopfen ist eigentlich der Frühling, von März bis Mai, wenn die Pflanze natürlicherweise in eine Wachstumsphase eintritt. Dann hat sie die besten Chancen, sich schnell zu erholen. Sollte die Pflanze jedoch im Topf zu eng stehen oder sich unwohl fühlen, können Sie sie natürlich auch später im Jahr umtopfen.
Das Risiko besteht darin, dass die Pflanze zusätzlichem Stress ausgesetzt wird.
Wie pflanzt man neue Pflanzen um?
Normalerweise müssen wir Pflanzen in ein ähnliches Substrat umpflanzen wie das, in dem sie sich bereits befinden.
Wenn man beispielsweise von normaler Erde auf Hydrokultur, also den Anbau in Wasser, umstellt, riskiert man, dass die Pflanze starkem Stress ausgesetzt ist. Dies kann mitunter zum Absterben der Wurzeln und sogar der gesamten Pflanze führen.
Ein weiterer Trick beim Umtopfen neu gekaufter Pflanzen ist, ihnen zunächst etwas Zeit zur Eingewöhnung an ihren neuen Standort zu geben. Ein übereiltes Umtopfen kann unnötigen Stress verursachen und bringt der Pflanze kaum Vorteile.
Welche Art von Topf ist am besten geeignet?
Ein häufiger Fehler ist es, Pflanzen in einen zu großen Topf umzutopfen. In einem zu großen Topf kann die Erde zu viel Feuchtigkeit speichern, was das Risiko von Wurzelfäule erhöht. Wählen Sie einen Topf, der etwa 2–4 cm größer im Durchmesser ist als der alte – idealerweise genau richtig.
Dann stellt sich die Frage nach dem Material des Topfes. Wir empfehlen dringend, für fast alle Pflanzen Kunststofftöpfe als Innentöpfe zu verwenden. Terrakottatöpfe geben durch den Ton selbst viel Feuchtigkeit ab. Dies führt manchmal dazu, dass die Erde am Rand des Topfes schnell austrocknet, während die Mitte feucht bleibt.

Wenn Sie in einem Tontopf pflanzen möchten, verwenden Sie am besten glasierte Tontöpfe, da diese keine Feuchtigkeit durchlassen.
Sollte man beim Umpflanzen die gesamte alte Erde entfernen?
Nein, es genügt, die Erde vorsichtig von den Wurzeln zu lockern. Entfernen Sie, was sich leicht entfernen lässt, aber vermeiden Sie es, die Pflanze zu stressen, indem Sie die gesamte Erde abwaschen. Ein wenig alte Erde, die zurückbleibt, schadet der Pflanze nicht.
Welche Erde eignet sich am besten für Zimmerpflanzen?
Verwenden Sie für Zimmerpflanzen stets torffreie Blumenerde – sowohl zum Wohle der Pflanze als auch der Umwelt. Herkömmliche Gartenerde ist oft zu verdichtet und kann Schädlingen einen idealen Nährboden bieten.
Verschiedene Pflanzen benötigen unterschiedliche Erdarten. Die meisten Zimmerpflanzen gedeihen jedoch sehr gut in einer Mischung aus Kokosfasern und Perlit. Perlit macht die Erde lockerer und luftiger, wodurch das Risiko von Wurzelfäule verringert wird.
Empfindlichere Pflanzen wie Orchideen oder Aronstabgewächse bilden Luftwurzeln aus. Diese Pflanzen benötigen ein sehr luftiges Substrat mit größeren Rindenstücken und wenig Erde. Beispiele für Pflanzen, die in dieser Art von Substrat gut gedeihen, sind Monstera, Alocasia, Philodendron und die meisten Orchideen.

Wann sollte man nach dem Umpflanzen gießen?
Nach dem Umpflanzen sofort gießen – danach aber etwas warten. Die Wurzeln sind empfindlich, daher die Erde vor dem nächsten Gießen leicht antrocknen lassen. In den ersten 2–3 Wochen auch auf Dünger verzichten.
Werden Zimmerpflanzen durch Umstellen gestresst?
Ja, das ist normal. Die Blätter können etwas hängen oder die Pflanze kann für ein paar Wochen in eine Ruhephase eintreten. Das ist völlig normal. Geben Sie ihr Ruhe, ausreichend Licht und Wasser – dann erholt sie sich bald.
Möchtest du nicht, dass die Pflanze größer wird?
Dann können Sie die Wurzeln etwas kürzen und die Pflanze wieder in denselben Topf setzen – vergessen Sie aber nicht, auch oberirdisch zurückzuschneiden. Weniger Wurzeln bedeuten weniger Blattmasse, die getragen werden kann.
Tipps für verschiedene Pflanzen:
Umtopfen von Monstera: Sie mögen enge Töpfe, aber wenn die Wurzeln herauswachsen, sollte man einen stabilen, großen Topf für den Innenbereich wählen.
Orchideen umtopfen: Verwenden Sie einen luftigen Orchideentopf mit vielen Löchern und Rindenmulch. Topfen Sie die Orchidee um, sobald die Wurzeln grau werden oder der Topf voll ist.
Kleine Pflanzen: Sie sollten seltener umgetopft werden; oft genügt es, die Erde auszutauschen, ohne den Topf um mehr als ein paar Zentimeter zu vergrößern.
Ungewöhnliche Pflanzen: Achten Sie immer auf die Bedürfnisse der Pflanze, manche Arten vertragen absolut nicht viel Platz um die Wurzeln. Dies gilt insbesondere für Orchideen und andere Epiphyten (Monstera, Philodendron usw.).
Bei den richtigen Bedingungen kann man sie drinnen anbauen.
Wenn Sie Grünpflanzen online kaufen, ist es ratsam, auch gute Erde und einen passenden Topf mitzubestellen. So sind Sie bestens gerüstet, um sich zu Hause einen kleinen Dschungel zu schaffen – mit gesunden, umgepflanzten Pflanzen, die prächtig gedeihen.
Pflanzen umzutopfen ist nicht oft nötig, aber wenn man es tut, schenkt man ihnen neues Leben. Verwenden Sie torffreie Erde, Töpfe in der passenden Größe und geben Sie den Pflanzen etwas Geduld beim Erholen. In unserem Webshop finden Sie Pflanzen , Erde und Zubehör für erfolgreiches Pflanzenwachstum in Töpfen jeder Größe.
Viel Erfolg beim Umpflanzen, Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken!



